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Ihr FDP-Kreisverband

Bericht in der AZ vom 26.7.2011
Die Laudatio hielt Herr Staatssekretär i.R. Erwin Heck. Der Wortlaut ist im Folgenden abgedruckt:
Lieber Heribert, liebe Sybille, lieber Andreas, lieber Rainer, liebe Frau Erbes!
Liebe Gratulanten und Gäste unseres Geburtstagskindes Heribert Erbes!
Verehrte Anwesende!
Ich verrate ja kein Geheimnis, wenn ich feststelle, dass wir hier und heute zusammengekommen sind, um unserem Freund, unserem Bekannten, unserem Weggefährten und , was auch sonst Sie mit dem Jubilar verbindet, zu gratulieren und ihm ganz herzlich zu danken, was er für seine Familie, für seine Verwandten, Freunde und Bekannten, seine Gemeinde, unseren Landkreis Alzey-Worms, das Land Rheinland Pfalz, für den Staat und die Allgemeinheit im Verlaufe von Jahrzehnten geleistet hat. Dabei ist mir die Aufgabe zugefallen, die Persönlichkeit des Geburtstagskindes mit ihren wesentlichen Facetten zu würdigen, was zunächst sicher keine leichte Aufgabe ist.
Heribert Erbes kam am 25. Juli des Jahres 1951 als Sohn des Landwirts und Winzers Alfred Erbes und seiner Ehefrau Friederike geb. Jung zur Welt. Von 1957 bis 1961 besuchte er die Grundschule seiner Heimatgemeinde Spiesheim und anschließend von 1961 bis 1967 die Realschule in Wörrstadt. Als einziger Sohn den väterlichen Betrieb vor Augen, machte er zunächst eine Winzerlehre und studierte nach dem Erwerb der Fachhochschulreife von 1969 bis zum Jahre 1972 Weinbau und Getränketechnologie an der Fachhochschule in Geisenheim im Rheingau. Sein Abschluss: Diplom-Ingenieur FH. Danach sah er sich in seinem studierten Fachbereich in der freien Wirtschaft um und engagierte sich bei der Firma Seitz – Filtersysteme – Bad-Kreuznach (heute wohl die Firma Pall). Und wenn ich das noch in rechter Erinnerung habe, nahm Heribert Erbes bereits im Jahre 1970 seine Mitarbeit im väterlichen Betrieb auf. Jäh wurde sein Vater, der Ehemann seiner Mutter schon im Februar 1980 aus dem Leben gerissen. Alfred Erbes starb früh im Alters von 53 Jahren. Heribert Erbes musste im Alter von 29 Jahren – sicherlich sehr gut ausgebildet - den Betrieb des Vaters übernehmen. 1983 heiratete er die Tübingerin Sybille Deyle, die – berufsfremd - ihm als studierte Mathematikerin ebenso wie später seine beiden Söhne Andreas und Rainer, über all die Jahre mit voller Kraft im Weingut helfend zur Seite standen, ohne die er seinen vielseitigen Verpflichtungen nicht hätte nachkommen können.
Heute ist Andreas Maschinenbau-Ingenieur bei einer Tochterfirma von General Motors und Rainer als Diplom-Mathematiker Doktorand an der Universität.
Ein Blick in die Homepage-Seiten des „Gut-Erbes“ lassen erahnen, wie breitgefächert Heribert und Sybille Erbes ihre Aufgabe zunächst einmal darin sehen, Spitzenweine zu produzieren um mit den erfolgreichsten rheinhessischen Weingütern Schritt zu halten. Auf 10 Hektar Rebfläche werden in den besten Lagen im Umkreis von 3 km um Spiesheim weiße und rote Rebsorten angebaut. Wie sagt er selbst: „Wohl wissend, dass die Wurzeln von gutem Wein im Weinberg liegen, tun wir vom Rebschnitt bis zur Ernte alles, was der Qualität im Glase dient“ . Das Wort Terroir ist für ihn wahrlich kein Fremdwort. Und damit wäre ich bei einer weiteren – zunächst einmal zum Wein gehörenden Fähigkeiten von Heribert Erbes. Er ist Verfasser zahlreicher Publikationen, die die Geschichte des Weinbaus ebenso betreffen wie dessen aktuellen Fragen und Probleme. Überschriften seiner Veröffentlichungen tragen den Namen: „Der Wein im Spiegel der Jahrhunderte“, „Bewertung der letzten 600 Weinjahre“, „Der Wein und sein Terroir“, „Traumnoten für den Herbst – Bilanz der Weinernte 2009“ bis hin zu „ Die chilenischen Weinbaugebiete“, zu lesen ebenso im „Deutschen Weinmagazin“, der „Winzer-Zeitschrift“, in der Allgemeinen Zeitung“, den Heimatjahrbüchern Alzey-Worms und anderen Zeitschriften. Bei zahlreichen Jahresausgaben des Heimatjahrbuches schreibt er zu hochinteressanten Themen , die letzt endlich nicht nur um den Wein kreisen. Eine andere Seite von Heribert Erbes: Im deutschen Weinbau und seiner Weinwirtschaft ist man bekanntlich nicht allerseits einer Meinung in den Fragen der Weingesetzgebung und der Weinbaupolitik. Sei es , dass es sich dabei um Anbaurechte , Hektarhöchsterträge oder andere interessante Themen handelt. Er sagt und schreibt seine Meinung und steht dazu, auch wenn ihm in dem einen oder anderen Falle der Wind seiner Berufskollegen ins Gesicht bläst.
Liebe Geburtstagsgäste!
Ich bin mir nicht ganz so sicher, ob es seine religiös- weltanschauliche Überzeugung war, als sich bei ihm die Meinung bildete, man müsse seiner staatsbürgerliche Pflicht als Staatsbürger nachkommen und einer politischen Partei beitreten. Er hat das früh getan – schon 1973 im Alter von 22 Jahren. Und das hieß bei ihm, sich bei den Freien Demokraten zu engagieren. Ein Grund dürfte auch gewesen sein, dass sein Vater, lange Jahre Vorsitzender des Bauernvereins Spiesheim, zugleich engagiertes Mitglied der FDP war.
Lieber Heribert! Es dürfte Dir auch heute noch schwindelig werden, wenn Du damals schon geahnt hättest, in was Du Dich vor allem mit unsagbar viel Zeit, Kraft und physischer und psychischer Anstrengung in diesen bislang 38 Jahren eingelassen hast. Aber Du wolltest es ja und hast all die Mühe auf Dich genommen, die von Dir gefordert wurde. Du hast einmal geschrieben: „Den Bürgern im Land zu dienen, war immer mein höchstes Anliegen. Und: „Im liberalen Sinne hätte ich gerne noch mehr bewegt.“
Aber wir dürfen Dir an Deinem 60sten Geburtstag sagen: Du hast auch viel bewegt! Zunächst einmal hast Du viel in der FDP bewegt. Es sei mir gestattet – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –die von Dir übernommenen Funktionen in und für die Partei aufzuzählen. Du warst oder Du bist Kreis- und stellvertretender Kreisvorsitzender Alzey-Worms, mehr als 24 Jahre, stellv. Bezirksvorsitztender Rheinhessen – Vorderpfalz Vorsitzender des Bundesweinbauausschusses der FDP, Vorsitzender der Vereinigung Liberaler Kommunalpolitiker Rheinland-Pfalz, Mitglied im Landesvorstand der FDP Rheinland-Pfalz, Delegierter zu Bezirks- Landes- und Bundesparteitagen, Bundestagsdirektkandidat zu drei Bundestagwahlen 1980, 1983 und 1987 und mehrmals Kandidat zu Landtagswahlen, zuletzt im Frühjahr d. J.
Und daraus resultierend: Deine Wahl ab 1989 in den Kreistag Alzey-Worms, dabei Kreisdeputierter, Fraktionsvorsitzender und mittlerweile seit 2004 bis heute Kreisbeigeordneter mit dem Geschäftsbereich Verkehrswesen des Landkreises. Alle anderen Funktionen aufzuführen, würde den mir gesetzten Zeitrahmen sprengen.
Wohl wissend, dass ich die Bandbreite des Wirkens von Heribert Erbes nicht umfassend würdigen kann, möchte ich einen dritten wichtigen Teil der Persönlichkeit nicht unerwähnt lassen.
Ich habe diesen Teil kurz angesprochen. Ob es seine religiös- weltanschaulichen Grundüberzeugungen waren, sich über die Politik für die Mitmenschen zu engagieren oder ob es andere Gründe dafür gab. Ich stelle fest:
Heribert Erbes wurde in ein freireligiöses Elternhaus hineingeboren, denn auch sein Vater Alfred war, wenn auch nur für kurze Zeit, Vorsitzender der Freien Religionsgemeinschaft ( Humanistische Gemeinde Freier Protestanten) Alzey.
Und Heribert gehörte schon früh deren Jugendorganisation Deutschlands an. Auf der 125-Jahrfeier der ehemals Freiprotestanten genannten Religionsgemeinschaft am 24. Juni 2001 hielt er den Vortrag „ 125 Jahre Freie Religion in Alzey“, abgedruckt im Heimatjahrbuch 2002 des Landkreises Alzey-Worms unter dem Leitsatz: „Frei sei der Geist und ohne Zwang der Glaube“.
Zu dieser Facette seiner Person schreibt er:
„Ich kam zur FDP als junger Mensch von 22 Jahren. Mich faszinierten damals die Positionen der Jungdemokraten, obwohl ich selbst nie Jungdemokrat oder Junger Liberaler war. Für die humanistische und liberale Erziehung bin ich meinen Eltern überaus dankbar. „ Frei sei der Geist und ohne Zwang der Glaube“ formulierte schon vor 150 Jahren der „Aufklärer“ und Philosoph Ludwig Feuerbach.. Ähnliches Gedankengut kann man bei unseren liberalen Urvätern zahlreich finden. Hier bin ich über die Geisteshaltung von so manchem „Vorzeige- Liberalen“ von heute doch sehr enttäuscht. Ich bin als reiner Idealist und nicht aus pragmatischen Überlegungen in die FDP eingetreten“.
Soviel zur religiös-weltanschaulichen Grundhaltung unseres Freundes Heribert.
Dass er mich seinen politischen Ziehvater nennt, ehrt den 23 Jahre Älteren und auch deshalb habe ich gerne der Bitte entsprochen, eine Laudatio auf unser Geburtstagskind zu halten.
Ein letztes:
Da gibt es auch noch den Sportler und Bergsteiger Heribert Erbes. Deine Bergbesteigungen, oft gemeinsam mit Deiner Ehefrau Sybille, vom Mont Blanc über den Kilimandscharo bis hin zum Elbrus im Kaukasus und anderen hohen Bergen und Reisen sind Rheinhessen weit bekannt und ich gestehe – ich lese seine Berichte darüber immer mit großer Begeisterung.
Und genau so respektvoll möchte ich mich vor Deinen Leistungen als Mit- und Endfünfziger bei Marathon- und anderen Langläufen verbeugen.
Lieber Heribert!
Fehlt noch was?
Mein Fazit ist Nein, denn:
Du hast eine sehr liebe, engagierte, tüchtige und hilfsbereite Frau, zwei Söhne, die auf einem erfolgversprechenden Weg sind und eine verständnisvolle Mutter. Und die Anerkennung in der Öffentlichkeit zeugt von der Wertschätzung, die man Dir entgegen bringt. Was kann man sich mehr für seinem 60sten Geburtstag wünschen?
Ruth und ich wünschen Dir noch viele gute, lebenswerte und erfolgreiche Jahre. Wie sagt man? :“ Ad multos annos.“
Dein
Erwin

Andreas Schuster
Anfang letzten Jahres stand mein Entschluss fest : "Raus aus der Stammtischpolitik, rein in die aktive Realpolitik!" Als echter "Meenzer"-Bub, der aber bereits seit über 10 Jahren seine räumliche Heimat in Wörrstadt gefunden hat, war zunächst unklar, wo meine politische Heimat sein sollte. Walter Strutz und Dirk Maak ist es zu verdanken, das dass kein Thema war. Also, aktiv für Alzey-Worms, mit starkem Bezug nach Mainz.
Alle Parteifreunde im Kreis Alzey-Worms haben den "Rookie" freundlich und tatkräftig in Ihrer Mitte aufgenommen (Dank speziell an Dirk, Heribert und Klaus). Und schnell in die Pflicht genommen, Ersatzkandidat für den Wahlkreis für die LTW 2011 und jetzt als Kreisgeschäftsführer. Naja, als Unternehmer und Familienvater einer 3-köpfigen Rasselbande, bin ich schnelle und verbindliche Entscheidungen gewohnt.
Soviel zu meiner Person. Nochmals der Dank an alle, die mich in der jetztigen Position unterstützen.
Ich werde alles geben und euch auch viel fragen!
Andreas Schuster
Während ihres diesjährigen Kreisparteitages in Alsheim hatte die FDP des Landkreises Alzey-Worms turnusgemäß ihren Vorstand neu zu wählen. Als Gäste referierten Bundestagsabgeordneter Manuel Höferlin und Landtagsabgeordneter Walter Strutz über aktuelle Ereignisse in Berlin und Mainz. Nach Begrüßungsworten des „Hausherrn“ und neuen Vorsitzenden der FDP- Kreistagsfraktion, Klaus Merkel, berichtete der Vorsitzende Dr. Dirk Maak über die Aktivitäten und Veranstaltungen der Partei im letzten Jahr. Besondere Höhepunkte waren nach seinem Bericht das Sommergrillfest in Wonsheim sowie die Feierveranstaltung zum Fest 20 Jahre Deutsche Einheit. In seinem Bericht kündigte Dr. Maak unter anderem Organisationsveränderungen im Kreisverband an, die noch mehr innerparteiliche Diskussion, aber auch eine weitere Öffnung zu den Bürgerinnen und Bürgern zulassen.
Auch ging Dr. Maak als Direktkandidat im Wahlkreis 33 (Alzey) in einem kurzen Statement auf die Lage vor der Landtagswahl am 27. März ein. Seine Ausführungen ergänzte der Direktkandidat im Wahlkreis 31 (Oppenheim), Kreisbeigeorneter Heribert Erbes. Die beiden Direktkandidaten waren sich einig, dass es in der Zeit bis zur Wahl am 27. März der FDP gelingen werde, noch viele Menschen in der Region von der Notwendigkeit einer starken FDP im Landtag von Rheinland- Pfalz zu überzeugen.
Schatzmeister Hans- Joachim Reitz konnte von einer soliden Kassenlage und einer stabilen Mitgliedssituation berichten. Auf Antrag von Egon Umsunst wurde der Vorstand einstimmig entlastet.
Bei den Wahlen zum geschäftsführenden Vorstand gab es keine Gegenkandidaturen und eine nahezu einstimmige Befürwortung der Kandidaten in geheimer Wahl. Es wurden gewählt:
Kreisvorsitzender: Dr. Dirk Maak (Wöllstein)
Stv. Kreisvorsitzender: Heribert Erbes (Spiesheim)
Stv. Kreisvorsitzender: Matthias Klös (Gimbsheim)
Schatzmeister: Hans-Joachim Reitz (Armsheim)
Als Beisitzer in den erweiterten Vorstand wurden
Dr. Karl-Heinz Wostbrock (Monsheim)
Wolfgang Janson (Vendersheim)
Georg von Wallersbrunn (Eich)
Helga Apelt (Wöllstein)
Berthold Unger (Esselborn)
Heinz- Ulrich Geil (Monzernheim)
Michael Obenauer (Flörsheim-Dalsheim)
Dr. Dirk Hannowsky (Alzey)
Helmut Keim (Saulheim)
Thomas Pitthan (Wöllstein)
Ute Rößler (Azey)
Jens Gmerek (Udenheim)
einstimmig gewählt.
Kandidaten für den Bundesparteitag wurden Dr. Karlheinz Wostbrock und Andreas Schuster.
Wachstum zum Anfassen auf der Grünen Woche 2012. Gemeinsam mit anderen Abgeordneten seiner Fraktion machte sich Rainer Brüderle bei einem Rundgang über die Messe ein Bild von der Agrar-Leistungsschau. Brüderle sieht die deutschen Landwirte gut aufgestellt. "Aus Deutschland kommt Qualität", so der FDP-Fraktionsvorsitzende.